10 Gründe für und gegen Second Life
Okt 24th, 2007 by Simon Künzler

Kürzlich bin in der aktuellen Ausgabe des e-commerce-magazin auf zwei interessante Beiträge gestossen. Die beiden Artikel wägen die «Pro’s» und «Contras» von Second Life gegeneinander ab.
Herr Prof. Dr. Matthias Frank, Stiftungsprofessor für Informationstechnologie an der FH Köln, forscht v.a. zum Thema «Management externer Informationen» und nennt folgende 10 Gründe gegen Second Life:
- Blindes Engagement
- Kein Mehrwert erkennbar
- Geringe Reichweite
- Eingeschränkte Kommunikation
- Kaum sinnvolle Funktionen
- Abhängigkeit vom Betreiber
- Keine innovative Technologie
- Hohe Aufwendungen
- Anonymität
- Imageverschlechterung
Herr Thomas Schäfer, Leiter Business Development von Businessmart; überzeugt, dass Virtual Commerce das digitale Business verändern wird, zählt dagegen 10 Gründe für Second Life auf:
- Virtuelle Welten sind der nächste Evolutionsschritt
- Virtuelle Welten sind die Plattform für Social Commerce
- Der Mensch geht mit der Zeit
- Kundenverblüffung macht neugierig
- Kunden zum Verweilen anregen, bedeutet, Kaufwünsche zu verstärken
- Kundenbindung im After Sales durch virtuelle Welten
- Visualisierung macht komplexe Produkte verständlich
- Collaboratives Business – Kommunikation und Interaktion
- Neue Märkte geben Impulse für neue Geschäftsmodelle
- Virtuelle Welten als Basis für kreatives Denken
Die detaillierte Arguementationsführung kann im Heft Nummer auf S. 36-39 nachgelesen werden. Wer die Artikel haben möchte: wir schicken gerne einen Scan.
Und jetzt Pedro, wie würdest du argumentieren?
10 Gründe gegen Second Life:
1. Blindes Engagement
–> Kommt auf das Briefing und natürlich die Beratung der Agentur an.
2. Kein Mehrwert erkennbar
–> Kommt auf das Ziel an.
3. Geringe Reichweite
–> 50 Avatare gleichzeitig auf einer Insel übertreffen viele Web-Site-Performances.
4. Eingeschränkte Kommunikation
–> Aha. Würde mich interessieren, welches Medium weniger Einschränkungen für die Kommunikation bereit hält.
5. Kaum sinnvolle Funktionen
–> Meetings? Advertising? Modelling?
6. Abhängigkeit vom Betreiber
–> Das kann man teilen.
7. Keine innovative Technologie
–> Eij - was ist dann innovativ? Mag ja sein, dass SL noch einige Short-Comings aufweist… Aber das steckt ja auch alles noch in den Kinderschuhen.
8. Hohe Aufwendungen
–> Abhängig von der Beratung der Agentur.
9. Anonymität
–> Kann auch ein Vorteil sein.
–> Bsp: Quantitative Marktforschung in der Online-Welt. Qualitative Analysen (Tiefeninterviews / Focus Groups) sind nun auch möglich. Und das verhältnismäßig billig. Soziodemografika sind halt auch nicht mehr das Segmentierungskriterium. Das ist in der Akademiker-Welt eigentlich auch schon bekannt. Und kann es mir aus Unternehmenssicht nicht egal sein, ob ich einen anonymen Avatar anspreche oder diese virtuelle Präsenz mit realem Namen anspreche? Fakt ist: Die Botschaft kommt an - egal ob das was da vor mir steht “Karl” oder “Avatar X” heißt.
10. Imageverschlechterung
–> Abhängig von der Vermarktung. Hat der Mann Imagedimensionen einer Marke vor und nach einem SL-Engagement untersucht? Wohl kaum… Herr Frank schimmt gern mit dem Bashing-Strom und geht kein Risiko ein.