Am 30. 8.2007 durften wir durch den Workshop «Einblicke in Second Life» anlässlich der Retraite der HSA Luzern führen (eine Retraite ist so etwas wie eine Klausursitzung). Die Schulung dauerte von 08.30 bis 12.30 Uhr und fand im Schloss Hotel in Merlischachen statt. Ein kurzer Rückblick:

Dank der gut geschriebenen Ausschreibung konnten rund 20 Teilnehmer für den Kurs gewonnen werden:
Die Medien sind voll von Meldungen über Second Life, aber wirklich erlebt haben es die Wenigsten. Erste Erfahrungen sind sehr zeitaufwändig. Und trotzdem: in Deutschland sind verschiedene Universitäten in diesen Welten vertreten, die ETH plant einen Auftritt und auch im ISA-Modul Online Communities and Collaboration hat das Bauen begonnen. Wer einen ersten Einblick in diese Welt wagen möchte, offen für Neues ist und auch viel lachen möchte, der ist in diesem Angebot herzlich willkommen.
Teilnehmer waren einerseits gestandene Pädagogen, aber auch Sekretärinnen und Assistenten waren im gemischten Publikum auszumachen. Dementsprechend stellten wir ein vielseitiges Programm zusammen:
- 08.30-09.00: Intro, Begrüssung, Vorstellung Personen/Agentur, Agenda/Tagesplan, (Lern-)ziele
- 09.00-09.30: Grundlagen Second Life
- 09.30-09.50: Pause
- 09.50-10.30: Live-Demo: Funktionen: Avatar-Gestaltung, Kleider anziehen? Navigation (Teleportieren, Laufen, Fliegen, Karten, Suchfunktion). Kommunikation (Chat, Note, Voice, Gruppennachricht, etc.)
- 10.30-10.45: Case Campus ISA-Modul
- 10.45-11.15: Live-Demo «Herstellung Gegenstände»
- 11.15-11.30: Pause
- 11.30-12.00: Gruppenarbeit: Besuch Schweizer Plätze wie z.B. ETH, Starfruit, etc.
- 12.00-12.30: Chancen/Gefahren, Stärken und Schwächen
Nach den theoretischen Ausführungen, bei denen die Geschichte und die Hintergründe der virtuellen Welt von Second Life aufgezeigt wurden, zeigte Pedro die verschiedenen Funktionen mittels einer Live-Demonstration.
Einige Studierende des ISA-Moduls 06/07 haben als Projektarbeit einen Campus in Second Life erbaut (hier die SLURL). Diesen stellten sie zwischen 10.30 und 10.45 vor. Eben diese Studierende unterstützten später die Teilnehmer bei der Gruppenarbeit beim Navigieren durch Second Life.
In der anschliessenden und interessanten Diskussion wurden nochmals die Ängste gegenüber der Parallelwelt diskutiert: Viele sehen noch immer ein grosses Sucht- und Gefahrenpotenzial bezüglich sozialer Vereinsamung. Einige haben aber auch die Möglichkeiten für Schulen entdeckt und waren richtig fasziniert.
Eines aber ist sicher: Wir haben einmal mehr viel Aufklärungsarbeit geleistet.