Banking in Second Life wird professionell
Jan 9th, 2008 by Pedro Meya Marty
In ein paar Tagen ist es soweit. Ab 22. Januar 2008 dürfen nur noch offizielle Bankinstitute Zinsen auf Einlagen zahlen. Dies wurde im Blog von Second Life am 8. Januar angekündigt. Die Gründe sind, der Schutz der Einwohner und Ihres Kapitals und ist auch eine Massnahme, um das Kursrisiko des Linden$ besser kontrollieren zu können.
Aus meiner Sicht hat diese Massnahme ein paar wesentliche positive Effekte:
- Banken erhalten nun einen USP, den sie vorhin nicht hatten. Mal sehen, wer die erste ist
- Die Linden$ erhalten einen besseren Status, da die Währung “härter”, d.h. weniger Schwankungen & Risiko trägt, wird.
- keine Skandale um konkursite Second Life Banken, wie im letzten Jahr mit Ginko.
Übrigens, die aktuelle Geldmenge in Second Life ist etwa 20 Mio CHF!!
Entropia, eine eher futuristische virtuelle Welt, verfolgt ein anderes Konzept. Sie versteigern die Banklinzenzen an Unternehmen, die 1 Mio PED’s Reserven hinterlegen. 1 PED entspricht 1 US$.
Virtuelle Welten, wo Handel betrieben wird, brauchen stabile, zuverlässige und vor allem vertrauenwürdige Währungssysteme. Parallelwährungen sind das beste Mittel dazu.
Liebe Makroökonomen, wer hätte Lust darüber eine Arbeit zu schreiben?
Pedro Meya Marty