Marketing Case L’Oréal - 34′000 virtuelle Make-Ups
Apr 28th, 2008 by Simon Künzler
Weil Avatare meist nicht soooooo gut aussehen, und L’Oréal erste Erfahrungen mit Marketing in virtuellen Welten sammeln möchte, hat das Unternehmen folgende Kampagne lanciert:
Avatare können ihr Äusseres mit sogenannten Make-up looks (Skins), welche L’Oréal zur Verfügung stellt, «verbessern». Eigentlich ein «Virtuelles Make-Up» - Schminken in der virtuellen Welt.

Interessanterweise setzt das virtuelle Marketing bei der Kommunikation und im Vertrieb auf Push, statt Pull. Weil L’Oréal in der realen Welt auch keine eigenen Verkaufslokale betreibt, werden die Produkte (Skins) in SL ebenfalls in bereits existierenden Shops platziert. Statt eine eigene Insel wird also ein Vertriebs-Netz mit bereits gut funktionierenden, etablierten und bekannten Shops aufgebaut. Der Vorteil: die Shops verfügen schon über ein eine grosse und treue Klientel.
Flankierend wird mit Display Boards, Product Placement und User Generated Content-Aktionen die Nachfrage gestärkt.
Der Erfolg kann sich sehen lassen: 34′000 L’Oréal-Skins wurden innerhalb von nur drei Monaten von den Avataren erworben und ausprobiert. Ob sich mit der Aktion die Verkäufe in der realen Welt «direkt» steigern lassen, würde ich bezweifeln. Sicher aber ist, dass beim Experimentieren der Avatare mit ihrem Look so etwas wie ein Markenerlebnis stattfindet.