Miss Bimbo: Krass?
Aug 13th, 2008 by Simon Künzler

Miss Bimbo ist ein Online-Spiel, wird im Browser gespielt und richtet sich an 9-16-jährige Mädchen. Wohl ähnlich wie Stardoll. Oder ist es eine virtuelle Welt? Der Anbieter selbst spricht von einem «virtual fashion game».
Jedenfalls scheint das Spiel die Gemüter zu erhitzen. So berichtete die Sonntagszeitung am 15. Juni 2008 (so lange liegt der Artikel schon bei mir rum…, vorher berichtete die Süddeutsche mit einem ganz ähnlichen Artikel…) von besorgten Eltern und Ärzten, weil das Game falsche Schönheitsideale vermittle und das Essverhalten stören könne. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und lesen Sie die beiden Artikel…
Jedenfalls wird auf dieser Plattform mit virtuellen Gütern kräftig Geld verdient, so kann man im Shop gegen echtes Geld virtuelle Kleider kaufen oder sich die Oberweite des Avarts vergrössern lassen… Kein Wunder, schreibt die Betreiberfirma schwarze Zahlen. (Spontangedanke: vielleicht wäre das ein Business-Modell für Second Life? Ab sofort können die User Ihren eigenen Avatar nicht mehr selbst gestalten, sondern müssen sich die visuelle Personalisierung ihres Avatars kostenpflichtig erwerben…? Alles andere wie das Bauen von Häusern etc. bleibt natürlich möglich… Aufstand der User? Untergang der Community? - Oder Überleben der Plattform…?)
Schwarze Zahlen können Plattformen offensichtlich mit “verhältnismässig wenig Usern” schreiben. Miss Bimbo zählt heute rund 850′000 registrierte User, das kann man auf missbimbo.com nachlesen, (im März 08 waren es wohl noch rund 330′000), das Durchschnittsalter ist 19 und 1/5 sind Männer…
Es scheint also eine krasse Plattform in zweierlei Hinsicht: Einerseits bezüglich dem Spielprinzip…, andererseits bezüglich der Profitabilität.