Ich habe mir dieses virtuelle Hotel mal kurz angeschaut. Es existiert noch, und ist in der Version 11/07 laut eigenen Angaben der Anbieter “noch besser”… Und es sind jetzt auch wieder Zimmer frei. ;-). Die Idee und das Konzept finde ich immer noch sehr attraktiv, man könnte es aber erweitern.
Vielleicht nicht unbedingt im Sinne eines Habbo Hotels. Aber man könnte die Idee natürlich mit Second Life verbinden, vielleicht sogar mit der Insel von Kuoni?
Jedenfalls sind virtuelle Welten für den Tourismus ein Riesenthema. So werkelt zum Beispiel Amazing Worlds an einer virtuellen Tourismuswelt:
Amazing Worlds builds and maintains the 3D Online Mirror World for people to learn about places and things to do in each country/location.
Die Plattform ist allerdings, oh Wunder, noch im Beta-Stadium, zeigt aber, in welche Richtung es gehen könnte. Hier ein Promo-Video:
Ob allerdings einmal Avatare die Welt von Flash erobern werden, wird sich zeigen. Bislang ist dies nicht der Fall, und so schnell wird das aus performance-Gründen wohl auch nicht möglich sein. Das Weblog http://blog.papervision3d.org/ hält uns über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
Durch dieses Video wurde ich auf Stardoll aufmerksam.
Auf Stardoll dreht sich alles um Kleider und Fashion. Die Userinnen können Berühmtheiten wie Nicole Richie, Heidi Klum oder Rihanna anziehen, Kleider entwerfen und diese verkaufen oder für den eigenen Puppen-Avatar Kleider im Shop kaufen.
Die Plattform wurde 2006 in Schweden gelauncht und hat bis jetzt bereits über 17,3 Millionen Mitgliederinnen und über 6 Millionen Unique Visitors pro Monat. Zielpublikum sind Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren. Die Website ist auch dementsprechend gestaltet: Rosa ist die dominierende Farbe, geworben wir mit Kinder-Stars wie Emma Watson oder Miley Cyrus. Die Website, die es in 15 Sprachen gibt, bietet den Mitgliedern nebst dem Designen und Anziehen von Puppen auch die üblichen Web 2.0-Elemente wie personalisierte User-Profile, Gästebücher und Blogs an.
Obwohl ich nicht mehr zum Zielpublikum zähle, wollte ich trotzdem mal die erfolgreiche Plattform ausprobieren…
MeDoll: Ein perfekt aussehender Avatar
Nach der (zügigen) Anmeldung musste natürlich erst einmal ein Avatar, hier genannt «MeDoll», erstellt werden.
Der User kann alles selbst bestimmten, vom Geschlecht über die Haut- und Haarfarbe bis hin zur Augen- und Lippengrösse. Egal welche Kombination man wählt, die Avatare sehen immer perfekt aus – so auch mein virtuelles Ich…
StarDesigner: Kleider entwerfen und verkaufen
StarDesigner war das Feature, welches mir am besten gefiel. Dort können Mitglieder selbst Kleider herstellen. Zuerst den Stoff entwerfen, dann das Schnittmuster auswählen und zuletzt nähen lassen.
Wenn man Premium-Mitglied, sogenannter «Superstar» für knapp € 6.- im Monat, ist, ist es auch möglich, die entworfenen Kleiderstücke im Stardoll-Shop zu verkaufen.
Stardoll-Shop: Ein Designer-Store für Avatare
Im Stardoll-Shop kann man seinen MeDoll mit Kleidern ausstatten – allerdings auch nur, wenn man «Superstar» ist. Zur Auswahl stehen unter anderem Labels wie DKNY, Stuff by Hilary Duff oder mary-kate and ashley. Falls man etwas gefunden hat, bezahlt man dieses mit Stardollars (die Währung der Community), die man mit realem Geld kauft.
Ist man mit dem eigenen Style zufrieden und nun gewisser Promis einkleiden möchte, kann man dies ebenfalls tun. Es stehen über 100 Celebrities bereit– egal ob Angelina Jolie, Camilla Parker-Bowles oder Amy Winehouse.
Die virtuelle Welt der Zukunft?
Ich finde, Stardoll ist ein überzeugendes Konzept einer virtuellen Welt. Obwohl es für viele Anwendungen die bezahlte Mitgliedschaft braucht, scheint die die User nicht zu stören. Ganz im Gegenteil, die Mitgliederinnen geben fleissig Geld aus und es kommen immer mehr User hinzu.
Attendees were drawn from 10,000 PS3 users who have been test-driving Home as ‘closed beta’ users. Given exclusive VIP entry to the Space, they were greeted by an impressive, large-scale area dressed with various elements from real-world PlayStation Day, including the iconic hexagonal branding and artwork from each of the day’s PlayStation zones.
Mal schauen, ob dieses Mal die versprochenen Termine eingehalten werden. Hier jedenfalls ein paar imposante Screenshots und eine Video:
Endlich wieder mal ein guter Artikel über Second Life. So berichtet die Gratiszeitung News vom 23.5. auf S. 15 über aktuelle Trends sowie das Schweizer Projekt «INOUK» von Kuoni:
«Viele Firmen, die in Second Life anwesend waren, suchten den kommerziellen Erfolg. Wir verfolgen jedoch ein ganz anderes Business-Modell.» Es gehe in erster Linie darum zu erkennen, wie die Kommunikation innerhalb von Communities funktioniere: «Wir sehen das Ganze als Experiment und der finanzielle Erfolg ist für uns nicht relevant», erläutert Brun und ergänzt: «Wir wollen Trends schnell erkennen, um die gewonnenen Erkenntnisse frühzeitig in künftige Projekte einfliessen zu lassen, die auf ganz anderen Plattformen angesiedelt sein könnten.»
Ich glaube, Kuoni ist eines der ersten Unternehmen, welches zuerst verstehen will, um dann vielleicht später den Auftritt kommerziell nutzen zu können. Der Reiseunternehmer hat jedenfalls verstanden, dass es sich bei Second Life um ein «soziales Medium» handelt. So geht es bei diesen Medien eben primär um Beziehungen. Und die müssen zuerst aufgebaut und Vertrauen geschaffen werden. Vorteil: Wer diese virtuelle Welt mit diesen anonymen Wesen verstanden hat, der ist für die Zukunft gerüstet - egal wie das zukünftige Engagement aussieht. Und der Verjüngung der Marke Kuoni kommt diese Initiative sicherlich zugute.
Werden wir einst mit einem Avatar durch die verschiedenen 3D-Welten wandeln? Diese Frage wird schon lange diskutiert. Über den aktuellen Stand der Diskussion berichtet der lesenswerte Artikel auf heise.de. Bilden Sie Ihre eigene Meinung.
… plant der Bauklotzhersteller Lego eine große Multiplayer Online-Welt in der Anhänger des beliebten Steinchenherstellers sich tummeln können. Lego Universe soll die Online-Welt des dänischen Bauklotzfabrikanten heißen. Darin können allerlei Lego-Fans herumgeistern und ähnlich wie beispielsweise in World of Warcraft miteinander interagieren. Lego fügt sich damit nahtlos in einem momentanen Trend, den auch beispielsweise der Konsolenhersteller Nintendo verfolgt: Dabei wird ein Produkt nicht nur in seiner eigentlichen Sparte vermarktet, sondern querbeet in allen möglichen Bereichen. Dazu zählt unteranderem auch der Online-Spiele-Markt. Solche massively multiplayer online games, oder kurz MMOGs, erfreuen sich in letzter Zeit großer Beliebtheit und sind eine ganz klare Cashcow, mit der sich Hersteller eines solchen Produkts oft eine goldene Nase verdienen, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.
Weitere Infos findet man auf dieser Website. [via]
Der Artikel beschreibt, mit wie mit virtuellen Welten Referate abgehalten, Sprachen gelernt oder Schulzimmer neu gestaltet werden können. Wir freuen uns über den gelungenen Artikel von Othmar Bertolosi, der zum Schluss die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen von virtuellen Welten im Rahmen der Bildung kurz und bündig beleuchtet.