TÜV zieht positive Bilanz zu Second Life

April 24, 2008

Während sich viele Medien mit Schadenfreude darüber auslassen, dass einige Untenehmen aus Second Life abziehen (nachdem sie alles hochgehypt haben), zieht das deutsche Prüfungsunternehmen TÜV eine positive Bilanz – und erkennt die Potenziale virtueller Welten. So schreibt ecin:

Mitte Dezember vergangenen Jahres hat der wohl bekannteste technische Dienstleister Deutschlands TÜV die virtuelle Welt Second Life betreten. Dort wollte man mit anschaulicher Physik die Besucher begeistern – und das klappt offensichtlich auch. Ein halbes Jahr später berichtet der TÜV NORD, dass man täglich mehr als 800 Besucher auf der eigenen Insel verzeichnen kann. Damit sieht Projektleiter Frank Boerger auch die Resonanz gegeben, die zum Weitermachen auffordere. Zudem rechne man mit einem weiteren Anstieg der Besucherzahlen. So möchte man Aktivitäten wie Vorträge oder interne Besprechungen in die 3D-Welt verlagern und sehe darin eine sinnvolle Ergänzung der weltweit im Haus genutzten Videokonferenztechnik, erklärt Boerger. Zudem soll der zweiwöchige Stammtisch des deutschen Ingenieurinnenbundes auf der TÜV NORD Insel stattfinden.

Über diese Aktivitäten sollen dann die Besucher angelockt und längerfristig gebunden werden. Dabei verknüpft der TÜV intelligent das Themenfeld des Unternehmens mit einem Imagetransfer durch die Aktivitäten. Guido Rettig, Vorsitzender des Vorstands von TÜV NORD, beschreibt das Anliegen als Betrieb eines Versuchslabors, um den TÜV NORD mit der Wissens-Community der ganzen virtuellen Welt zu vernetzen, aber auch um die eigene internationale Organisation in über 70 Ländern rund um den Globus aktiv einzubeziehen zu können.

Interessant, wie das Unternehmen verstanden hat, die virtuelle Welt sowohl im B2C- also auch im B2B-Bereich einzusetzen:

  • Es ist ein Versuchslabor (!), TÜV testet hier die Möglichkeiten von SL.
  • Physik wird im 3D-Raum erlebbar gemacht, TÜV nutzt die Aktivitäten für einen Imagetransfer (B2C)
  • SL wird im Rahmen von e-Collaboration für interne Besprechungen als Ergänzung zu Videokonferenzen genutzt – und die Wissenscommunity international vernetzt (B2B)

Mehr als 800 Besuche pro Tag sind eine stattliche Zahl. Nichts also von der vermeintlichen und oft zu Unrecht zitierten «gähnenden Leere» in SL.

Serious Games für Teenager mit Second Life

April 14, 2008

Das der Mensch spielerisch sehr schnell lernt ist ja nichts neues. Das in Second Life fast alles programmiert und erstellt werden kann ist vielen nicht so klar, aber immer wieder bewiesen worden. Die Kombination von einfachen Spielen, zum lernen sogenannte Serious Games und Second Life hat die Universität Ohio zu folgenden Spielen getrieben:

Die Vorteile sind:

  • Simulationen ohne reale Nachwehen (wie das Fruchfliegenbeispiel zeigt)
  • Visuelle Unterstützung zum besseren Verständis
  • selbständiges Lernen in einer für Teenager aus der Gamewelt bekannten Umgebung
  • kostengünstig herzustellen, da eine bestehende Plattform in diesem Fall Second Life genutzt wird
  • Zugriff von überall (sobald auf SL zugegriffen werden kann)

Das sind für mich Anwendungen die sinnvoll und spannend sind, oder?

Pedro Meya Marty

Virtuelle Bauklötze?

März 5, 2008

Als Kind habe ich Bauklötze geliebt. Ich konnte Stundenlang spielen. Jetzt kann ich am Bildschirm spielen und sehen wie sie herunterfallen. Vor allem am Bildschirm gehen sie nie aus.

Das Spiel kann hier heruntergeladen werden.
Mehr Spass, weil 3D kann man in Second Life haben. Second Life hat eine Physics Engine integriert, die die Schwerkraft von Objecten simuliert.

Ich denke, das kann sehr viel Spass machen. Ich versuch mal mit Bauklötzen, aber diesmal virtuellen in Second Life, zu spielen.

Bis bald

Pedro Meya Marty

Serious Games im Trend

Februar 25, 2008

Serious Games sind Spiele, die nicht nur zum Vergnügen gemacht werden, sondern auch der Information und Erziehnung dienen, sogenanntes Edutainement. Langsam kommen diese Spiele auf den Markt, leider viel zu wenig.

IBM – überraschend, nicht? – hat das Serious Game PowerUp in der Version 1.0 veröffentlicht. Chip.de stellt das Spiel zum download bereit. Sorry Mac User, only for PC.

Als Ingenieur versucht man auf dem Planeten Helios “grüne” Kraftwerke wie Windräder, Solarpanel, etc.gemeinsam in Gruppen zu bauen und zu betreiben.

Serious Games können in vielen Bereichen eingesetzt werden und sind vor allem bei Kindern sehr einfach anzuwenden. Welches Kind spielt schon nicht gern!

Pedro Meya Marty

Interessantes Interview mit Second Life-Gründer Rosedale auf spiegel.de

Februar 1, 2008

Spiegel.de hat am 29.1.2008 ein interessantes Interview mit Philip Rosedale veröffentlicht. In diesem werden die aktuellen Herausforderungen sowie die zukünftige Strategie diskutiert. Die wohl eindrücklichsten Aussagen sind m.E. (z.T. nicht 1:1 zitiert): [via]

Die wirklichen Business-Anwendungen in SL haben mit Kollaboration zu tun, und die wachsen schnell. Mehr als 400 Universitäten sind in SL vertreten, unsere Mailingliste zum Thema Bildung hat 4000 Mitglieder.

Stimmt. Die Potenziale im Bereich Bildung, Kollaboration sind riesig. Und so haben auch wir schon interessante Meetings in SL abgehalten und in der Virtuellen Welt unterrichtet. Allerdings scheint Voice noch nicht sooo stabil, was sich aber sicher noch ändern wird.

Für Marketing in SL ist es zu früh, glaube ich. Wir sind immer noch ein System, das täglich 200.000 Menschen benutzen. Das ist zwar eindrucksvoll und schafft eine Wirtschaft mit einer Million Dollar Umsatz am Tag, in der die Menschen Geld verdienen können. Aber es sind nicht genügend Menschen, um dort Produkte aus der realen Welt zu vermarkten.

Wenn Marketing mit Verkauf gleichgesetzt wird, kann ich dieser Aussage zustimmen. Isolierte Marketing-Aktionen in SL bringen m.E. auch wenig. Integrierte Marketing-Aktionen, welche Virtuelle Welten wie z.B. Second Life in den gesamten Mix der Massnahmen aufnehmen und die unterschiedlichen Kanäle sauber orchestrieren, haben dagegen sehr wohl sehr grosse Potenziale.

Wir müssen das System fundamental öffnen. Die Client-Software haben wir schon geöffnet, jetzt machen wir mit Formaten, Protokollen, Standards, Programmcode weiter. Mit der Veröffentlichung des Clients als Open Source, arbeiten einige findige Entwickler bereits an einer Web-Benutzeroberfläche für SL. Wir arbeiten daran, das Interface zu vereinfachen und dass man aus SL perfekt im Web surfen kann.

Das Global Provider-Programm geht schon in die richtige Richtung einer GRID OpenSource, aber noch zu wenig. Virtuelle Welten auf dem Level wie Second Life werden erst dann zur Killerapplikation, wenn Sie durch einen einfachen Web Browser (oder sonst eine “einfache” Schnittstelle) für jeden User ohne grosse Installation von Software zugänglich und einfach zu bedienen sind.

[Bildquelle: spiegel.de]

Virtuelles Second Life-Seminar Hochschule Luzern – mit Voice…

Januar 17, 2008

Gestern haben wir im Rahmen des interdisziplinieren ISA-Moduls «Online Communities and Collaboration Social Software» der Hochschule Luzern mit rund 30 Studierenden ein virtuelles Semimar im Swiss Congress durchgeführt. Thema der virtuellen Sitzung: «Nutzung von Onlinetools im Innovationsprozess». Die Referenten waren Silke Reinhardt von www.avenue.de & Christopher Meil von www.ideentower.de.

Virtuelles Seminar Second Life Voice Hochschule Luzern

Die Kommunikation erfolgte über Voice, also via Headset. Leider war die Qualität der Stimmübertragung etwas suboptimal. Wir kämpften mit Hall, Verzerrungen und geringer Lautstärke bei einzelnen Avataren. Zum Teil klangen einige Avatare gar ziemlich abgehackt. Second Life scheint mit Voice noch keine wirklich Alternative für grössere Meetings zu sein. Eher muss man nach wie vor auf Streaming-Lösungen zurückgreifen. Aber es ware eine gute Erfahrung, wie die Interaktion funktioniert hat.

Und nichtsdestotrotz war die Session inhaltlich sehr interessant. Im Anschluss an das virtuelle Meeting wurde zusammen mit den Studierenden über die Web-Applikation «iStorm» ein virtuelles Brainstorming durchgeführt. Sehr spannend, wie mit diesem strukturierten Online-Prozess zuerst Ideen entwickelt, dann bewertet und schliesslich extrahiert wurden.

Alles in allem eine gelungene Unterrichtssequenz und ein gelungenes Experiment.

1 Million zu gewinnen

Dezember 12, 2007

Osram startet den zweiten Ideenwettbewerb in Second Life. Zu gewinnen gibt’s 1 Mio Linden Dollar also etwa CHF 5000.- für das Gewinnerprojekt. Was für SL Verhältnisse sehr viel Geld ist. Es reicht für eine eigene Insel inklusive Monatsmiete während fast einem Jahr.

Osram Logo

Viel spannender ist, dass das Gewinner Projekt in der realen Welt umgesetzt werden soll. Das ist doch ein Anreiz, den die meisten SL Wettbewerbe nicht bieten. Ausgezeichneter Ansatz.

Ich frage mich, ob bei einer Teilnahme am Wettbewerb die Rechte an Osram abgegeben werden müssen oder ob vielleicht sogar ein Revenue Sharing, falls das realisierte Produkt erfolgreich ist, gemacht wird.

Wer mitmachen will, muss sich sputen. Deadline ist bereits der 6. Januar 2008

Ich wünsche allen Teilnehmenden viel Glück.

Pedro Meya Marty

Die neu Art zu browsen

November 14, 2007

Die meisten Virtuellen Welten wie Second Life, Entropia, There, Kaneva, Hipihi, etc. haben einen eigenen Browser, meist Client genannt, der zwischen 30 MB und 200 MB gross ist und bei neuen Versionen, d.h. alle paar Monate neu runtergeladen und installiert werden muss. In der jetzigen frühen Phase des 3D Internets sicher nicht so schlimm, aber die Mainstream User sind sich das einfach nicht gewohnt.

Die ersten Ansätze waren im Frühling Sommer bei Second Life zu sehen. Eine englische, junge Stundentin namens Katharine Berry baute Mithilfe von Ajax die Möglichkeit über eine normale Website sich in Second Life einzuloggen und zu steuern.

AjaxLife

Ich bewundere Katherine für diesen Ansatz, denke aber, dass es der falsche Weg ist. Statt Second Life oder eine andere virtuelle Welt in einen normalen Browser zu integrieren, sollte umgekehrt sein: Ich sollte in einem Client Websiten sehen können. Den ersten Ansatz in diese Richtung liefert der OnRez Viewer von The Electric Sheep Company.

OnRez Viewer

In diesem Second Life Client können Websites, ohne Flash & andere Erweiterungen, innerhalb des Clients dargestellt werden, was das Arbeiten bereits vereinfacht.

Web auf Objekten

Den nächste Entwicklungsschritt zeigt bereits Croquet, wo auf Objekten, Websites dargestellt werden können.

Man stelle sich vor, man sitzt gemeinsam in einem virtuellen Raum und surft gemeinsam auf einer Website. Gestaltet gemeinsam eine Website, stellt schnell einen zweiten Screen auf, um die beiden zu vergleichen. Die Links visuell darzustellen. Oder wie wäre es eine Tabelle um eine Dimension zu erweitern und so einen Würfel mit Zahlen zu haben. Sudoku in der dritten Dimension. ;-)

Freuen wir uns auf die Zukunft, die vielleicht schon in einem Jahr da ist. Vielleicht in Second Life.

Pedro Meya Marty

Case: Community Collaboration Project oder Eröffnung des Swiss Alpine Park

November 8, 2007

Eröffnung Swiss Alpine Park
“Endlich ein Berg auf den Schweizer Sims” habe ich letzte Woche ein paar Mal gehört. Denn am 1. November um 20 Uhr wurde der Swiss Alpine Park auf der Sim Swiss Park offiziell eröffnet. Trachtenchor, Alphörnblöser, Ländlermusig ein Buffet mit Schweizer Käse und anderen Köstlichkeiten brachten sehr viel traditionelle Swissness an den Anlass. Die ganze Schweizer SL Servelat Prominenz war da und tratschte um die Wette.
Der Swiss Alpine Park ist ein Erlebispark mit vielen zu entdeckenden Attraktionen, die teilweise offensichtlich sind wie die Sesselbahn, das Swiss Chalet, die Schlittelbahn (Rodelbahn), die Hängegleiterstartrampe oder weniger sichtbar wie der Luftschutzkeller, das versteckte Gold, die “Reste” eines Bergsteigern und vieles mehr. Für alle ein Stück Schweiz Schweiz in Second Life.
Eröffnung Swiss Alpine Park
Der grosse Dank geht an Barlok Barbosa, Hindrus Broome, Boshiken Tsuki, Gutlinde Beerbaum, Lina Foulon, Rhianna Arkin, Toebu Emmos und alle, die Ihren Beitrag in irgendeiner Form geleistet haben oder leisten werden.

Communty Collaboration Project
Die vielen Namen zeigen eines auf: Es war ein Gemeinschaftsproject der Schweizer Community, d.h. Schweizer Second Life Enthusiasten haben gemeinsam dieses Project auf die Beine gestellt und nicht wie auf den ersten Blick erwartet eine Firma oder Organisation. Spass, das gemeinsame Ziel haben und klare und offene Kommunikation haben aus SL Bewohnern “Mitarbeiter” gemacht. Übrigens alles Schweizer.

Die Arbeitsteilung erfolgte nach Interesse und Können, die Kommunikation war komplett inworld gehalten! Keine Emails, keine Telefonate. Das Ziel stand von Anfang an fest: Ein Schweizer Berg mit Bahn. Die Umsetzung änderte sich laufend, da jeder seine Ideen einbringen konnte und durch ein kleines Gremium gesteuert wurde. So ist ein Resultat entstanden, das von den vielen Details lebt, von allen getragen wird und zu Kosten, wo keine reale Firma je mithalten könnte.

Ein unglaubliches Projekt. Danke an alle Beteiligten.

Pedro Meya Marty

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Pedro Meya Marty bietet Services rund um Virtuelle Welten, sei es Beratung, Konzeption bis zur Umsetzung & Betreuung. In Second Life sind wir Teil der Schweizer Community und bieten z.b. Landhosting an.
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Auf unserem Blog mit über 250 Artikeln haben wir den Markt, die Entwicklungen und die Trends rund um die Virtuelle Welten beschrieben. Wir bieten Vorträge, Schulungen, Workshops und sind Experten für Medien.
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