Zweite Online-Befragung zur Studie „Web 2.0 in der Schweiz“
März 17, 2009

Die Online-Agentur xeit gmbh lanciert die zweite Durchführung einer Online-Befragung zum Thema «Web 2.0 in der Schweiz». Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird eine sakku Solartasche verlost.
Weil die Nutzung des «Mitmach-Webs» in der Schweiz wenig erforscht ist, möchte man mittels einer weiteren Online-Befragung mehr Informationen zum User-Verhalten der Schweizerinnen und Schweizer im Web 2.0 gewinnen.
Wieso eine weitere Studie?
Dass eine weitere Studie durchgeführt wird, hat mehrere Gründe: Einerseits möchte man dadurch die Möglichkeit erhalten, einen Vergleich zwischen den zwei Studien und somit den zwei Jahren zu ziehen. Somit lassen sich Rückschlüsse auf allfällige Trends, Zukunftsprognosen und neue Entwicklungen usw. ermitteln.
Andererseits sind in der zweiten Studie auch vermehrt Schwerpunkte auf aktuelle Trends gelegt worden, wie den Micro-Blogging-Service Twitter, um ein Beispiel zu nennen.
Zu gewinnen: Eine sakku Solartasche im Wert von 359 Franken
Die Teilnahme lohnt sich auf jeden Fall: Unter allen Teilnehmern wird eine sakku.worker Solartasche mit integrierten Solarzellen im Wert von CHF 359.- verlost – Damit können unterwegs Mobiltelefone oder iPods bequem und überall aufgeladen werden – ohne Steckdose.
Zur Umfrage geht es hier. Jetzt mitmachen
Cash-Umfrage ist zu Ende, Second Life noch lange nicht – Eine Klarstellung
Februar 29, 2008
Cash.ch hat kürzlich einen Artikel unter dem Titel «Firmen wandern aus dem Second Life» publiziert, eine zugehörige Online-Umfrage lanciert und den Web-Experten Jürg Stuker in einem Online-Video interviewt. Eine Gegendarstellung. Oder vielleicht Klarstellung?
1. Zum Artikel
Der Artikel strotzt vor Falsch-Aussagen und Halbwahrheiten, nur damit die angeführten – und eben falschen – Argumente zum Titel passen. Hier eine Relativierung.
Der Hype um Second Life ist am Abklingen. Die Beispiele von gestoppten Projekten häufen sich. In der Schweiz etwa kam das Aus für den Second- Life-Auftritt der SBB bereits nach einem Monat. Auch die «Coop Zeitung» gibt es heute nur noch in der realen Welt.
Die SBB hatte nie ein richtige Strategie für einen Auftritt im Second Life, es wurde lediglich ein Prototyp erstellt, der nie beworben wurde. Die Coop Zeitung gab es noch nie im Second Life, lediglich eine (ziemlich erfolgreiche) Promotion mit zwei Avataren. Und zum Glück, ja, der Hype klingt ab. Aber Bashing betreiben muss man deswegen noch lange nicht.
Schweizer Firmen hatten dem virtuellen Zweitleben von Anfang an skeptisch gegenübergestanden. So war Anfang 2007 noch keines der grossen Unternehmen im Second Life vertreten. Versuche gab es auch noch bei Publigroupe, Swisscom und Implenia. Die Erwartungen scheinen sich jedoch nicht zu erfüllen. Und so folgt in den meisten Fällen auf den zögerlichen Start auch ein schneller Rückzug.
Stimmt nicht. Hier findet sich eine Übersicht über alle Schweizer Firmen, die in Second Life sind oder waren. Es sind nicht wenige. Und es kommen mit Helsana, Kuoni und bald noch einer weiteren renommierten Schweizer Firma weitere Unternehmen hinzu. Es gibt also mehr Neuzuzüge als Abzüge, und viele bleiben einfach und sind glücklich damit. Swisscom ist zudem mit Starfruit noch immer aktiv und erfolgreich. Und Implenia hat gezeigt, dass sich über Second Life sogar Gebäude steuern lassen und öffnet damit das Feld für nutzvolle Anwendungen.
Dies liegt ganz im internationalen Trend: Die Userzahlen von Second Life sind seit August 2007 um 30 Prozent eingebrochen, sagen Branchenkenner.
Welche Userzahlen sind eingebrochen? Ja, die Wachstumsrate der Neuregistrierungen sinkt. Aber die absolute Zahl der Neuregistrierungen beträgt pro Monat noch immer eine halbe Million. Kürzlich wurde ein neuer Rekord mit über 60’000 gleichzeitigen Usern erreicht. Die Zahl der aktiven User (solche, die im letzten Monat mehr als eine Stunde online waren – das ist die eine offizielle Definition von Linden Labs) IST KONSTANT und beträgt rund 500000, während mit mehr als 28 Millionen Stunden im Januar 2008 noch nie so viel Zeit in Second Life verbracht wurde wie bisher. Ebenfalls ein neuer Rekord.

Der Einbruch von 30% bezieht sich auf die andere Definition von Lindenlabs, wonach aktive User als solche gelten, die in den letzten 60 Tagen mehr als 60 Minuten inworld verbracht haben. Stimmt: diese sind von 1.7 im August 07 auf 1.2 Millionen heute gesunken. Diese Zahlen hat Reuters publiziert – und hier hat vermutlich auch die Sonntagszeitung einfach abgeschrieben, wie vermutlich auch das Cash. Die Schlussfolgerung daraus ist aber einfach: Es gibt eine äusserst AKTIVE UND TREUE COMMUNITY, welche die virtuelle Welt Second Life immer stärker (länger) nutzt, das bestätigt auch Reuters:
The smaller user base has been spending approximately the same total time inside Second Life that a larger population spent last summer. Residents spent 25.6 million hours in Second Life in December, down from October’s peak and modestly up from July’s 23.6 million.
Es ist vermutlich wie bei vielen Websites: Viele melden sich für irgendeinen Dienst an, aber es bleiben nur wenige aktive, also regelmässige Nutzer zurück, die schliesslich den harten Kern einer Community bilden.
2. Zur Online-Umfrage
Nachdem die Umfrage auf Cash.ch lanciert wurde, und sich das von den Machern erwartetete Bild abzeichnete, intervenierte wohl die aktive Second Life-Community und mobilisierte so viele Stimmen wie möglich. Mit folgendem Resultat und Erfolg:

25% der Teilnehmer zählen sich zu den regelmässigen Second Life Usern und haben ihren grossartigen Spass daran. Noch immer. Und vermutlich auch in Zukunft. Nur 7% sind nicht mehr in SL, nur 2% sind es gelegentlich. Es scheint, als gäbe es nur ein “Entweder-Oder”.
Jedenfalls sind die Aussagen aus dem Artikel und auch vom Online-Video so ziemlich relativiert.
3. Zum Online-Video
Im Mai 07, als gerade der Hype da war, berichtete das Cash noch sehr euphorisch über Second Life. Und holte sich einen Experten vor die Linse, der die virtuelle Welt und deren Möglichkeiten lobt. Jetzt, wo alle Medien negativ über die Second Life berichten, holt sich das Cash weniger als ein Jahr später einen Experten vor die Kamera, der natürlich ganz im Sinn des Journalisten die 3D-Welt heftig kritisiert. Das ist einfach und weckt den Verdacht, dass hier selektiv die Experten Themen-adäquat ausgewählt werden. Denn: Dass Jürg Stuker kein Fan von Second Life ist, ist unlängst bekannt. Es dürfte also ein Leichtes gewesen sein, ihn als Internet-Experten für dieses Interview mit ein paar “knackigen” Aussagen zu gewinnen.
Das Video gibt im Wesentlichen die Aussagen aus dem Artikel wieder und wird druch die Quotes von Jürg Stuker ergänzt.
Wir haben mit der Firma namics auch Experimente im Second Life gemacht und gesehen, was darin real passiert. Die Qualität der Dilalog miteinander und die Qualität der Shops waren Unfug.
Ich weiss nicht, ob die Dialoge in Blogs immer sehr viel gehaltvoller sind, als die einfachen Chats in SL (Jürg Stuker ist ein Fan von Blogs). Und klar, SL ist noch keine Anwendung für E-Commerce, noch nicht. Ob es das werden wir, sei dahingestellt. Jedenfalls dürfte E-Commerce an 3D und 3D-Welten nicht vorbeikommen.
Second Life in seiner heutigen Form ist tot. Und offensichtlich ist das Medium für die User zu wenig interessant.
Wer genau hinsieht, erkennt relativ schnell, dass es in der Schweiz eine sehr aktive Community gibt, welche die nächsten drei Tage zum Beispiel die Einweihung der neuen Insel «Suisse» mit einem gebührenden Programm feiert. Heute zählt die virtuelle Schweiz nach ihrer Gründung am 14. April 2007 bereits 12 Inseln, weitere dürften folgen. So uninteressant kann das Medium für die User nicht sein.
Ich finde: Das Internet brauchte mehr als 10 Jahre, bis es zum nutzvollen Massenmedium avancierte. Bei virtuellen Welten wird es vermutlich noch ein Weilchen dauern, bis sich sinnvolle Anwendungen durchsetzen. Ob virtuelle Welten jemals massentauglich werden, sei dahingestellt. Spannend ist das Thema alleweil, und noch lange nicht tot.
Gartner konstatiert auf alle Fälle schon mal, dass sich eine «Generation Virtual» bildet, die es zu verstehen und zu bedienen gilt. Wir bleiben dran.
Online-Befragung «Web 2.0 in der Schweiz» zeigt: 85 Prozent der Befragten kennen Second Life
Februar 28, 2008
Die Online-Umfrage «Web 2.0 in der Schweiz», durchgeführt von styropor.digital, web2com und konsumfreu(.)de, zeigt, dass Second Life den meisten Personen ein Begriff ist.
Die Umfrage behandelte folgende Aspekte:
- Begriff «Web 2.0»
- Informationsbeschaffung
- Blogs
- Foto/Video
- Social Networking
- Social Bookmarking
- Second Life
- Das Nutzerverhalten
Für Interessierte gibt es hier den Kurzreport gratis als Download.
Weitere interessante Ergebnisse zu Second Life:
- 85 Prozent der UmfrageteilnehmerInnen kennen SL, rund ein Viertel hat es schon benutzt. 13 Prozent wissen nicht, was Second Life ist
- In erster Linie wird Second Life «zum Spass» benutzt. Erotik hingegen findet gar keine Zustimmung.
Bestellung Report als PDF oder Broschüre
Der Report der Studie mit allen Ergebnissen, vielen Zusatzinformationen und –Grafiken kann unter web2.konsumfreu.de als PDF oder Broschüre bestellt werden. Dort kann man sich auch für eine persönliche Präsentation der Ergebnisse anmelden oder die Kurzzusammenfassung herunterladen.
Hier eine Vorschau
Umfrage auf cash.ch zum vermeintlichen Exodus aus Second Life
Februar 21, 2008
Cash.ch lanciert eine Online-Umfrage zum Thema «Virtuelle Welten». Ich werde den Verdacht nicht los, dass mit dieser Umfrage einmal mehr versucht wird, den vermeintlichen Exodus zu beweisen. So wie die Sonntagszeitung. Was die Medien einst (ungerechtfertigt) hochgehypt haben, versuchen sie jetzt mit aller Kraft wieder zunichte zu machen. Zum Teil mit fragwürdigen Methoden und falschem oder falsch interpretiertem Zahlenmaterial.
Man könnte in der Umfrage auf die Leute auch fragen, ob sie schon mal in Flash waren, 80% würden dann auch nicht wissen, was gemeint ist…
Anyway: Hier mal der aktuelle Stand der Umfrage (21.2., 10.30 Uhr):

Es wäre wohl nicht schlecht, wenn einige Vertreter aus der Branche und der Szene der Virtuellen Welten abstimmen könnten.



