Pedro Meya Marty im 20Minuten und an der Orbit-iEX
Mai 19, 2008
Das 20Minuten berichtete heute im Dossier «Weiterbildung» über die Möglichkeiten von Second Life rund ums Lernen. Wir referieren morgen an der Orbit-iEX.

Der Artikel beschreibt, mit wie mit virtuellen Welten Referate abgehalten, Sprachen gelernt oder Schulzimmer neu gestaltet werden können. Wir freuen uns über den gelungenen Artikel von Othmar Bertolosi, der zum Schluss die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen von virtuellen Welten im Rahmen der Bildung kurz und bündig beleuchtet.
Wer sich für weitere Einsatzmöglichkeiten und Anwendungpotzenziale interessiert, dem sei unser morgiges (Dienstag) Referat «Business-Opportunities in virtuellen Welten» an der Orbit-iEX empfohlen.
Die Zukunft Virtueller Welten
April 25, 2008
Cory Ondrejka, ehemaliger Technologiechef von Linden Labs, der Betreiberin von Second Life, ist zur Zeit Gastprofessor an der Annenberg School for Communication in Kalifornien. An seiner letzten Vorlesung hat er versucht, einen Blick in die Zukunft Virtueller Welten zu wagen.
Die Präsentation ist einfach zu verstehen und spannend aufgebaut. Er zeigt selber auf, das in die unmittelbare Zukunft zu schauen, relativ einfach ist, aber da nicht viel passieren wird, während in die weite Zukunft zu blicken schwierig ist, und da viele Möglichkeiten sind. Er hebt 3 Dinge hervor, die die Entwicklung massiv beeinflussen werden:
- die Technologische Entwicklung mit Steigerung der Rechenkapazität, der Speicherkapazität, etc. und
- die ständige Verfügbarkeit von Internetzugriff, ob Zuhause, im Büro oder Unterwegs.
- Entwicklung der Bedienung von Computern weg von Tastatur und Maus, zu anderen Geräten und Formen
Virtuelle Welten werden gemäss Corey die Zusammenarbeit unabhängig von Ort fördern. Stichworte dazu sind:
- Presence, Immersion: sich in die Virtuelle Welt versetzen, eintauchen.
- Lifeblogging: das Dokumentieren meiner Schritte, meiner Aktivitäten, was Twitter , Facebook oder in etwas umfangreicher Form Blogs ermöglichen.
Macht Spass, sich die Welt von morgen auszumahlen.
Pedro Meya Marty
Virtuelles Second Life-Seminar Hochschule Luzern – mit Voice…
Januar 17, 2008
Gestern haben wir im Rahmen des interdisziplinieren ISA-Moduls «Online Communities and Collaboration Social Software» der Hochschule Luzern mit rund 30 Studierenden ein virtuelles Semimar im Swiss Congress durchgeführt. Thema der virtuellen Sitzung: «Nutzung von Onlinetools im Innovationsprozess». Die Referenten waren Silke Reinhardt von www.avenue.de & Christopher Meil von www.ideentower.de.

Die Kommunikation erfolgte über Voice, also via Headset. Leider war die Qualität der Stimmübertragung etwas suboptimal. Wir kämpften mit Hall, Verzerrungen und geringer Lautstärke bei einzelnen Avataren. Zum Teil klangen einige Avatare gar ziemlich abgehackt. Second Life scheint mit Voice noch keine wirklich Alternative für grössere Meetings zu sein. Eher muss man nach wie vor auf Streaming-Lösungen zurückgreifen. Aber es ware eine gute Erfahrung, wie die Interaktion funktioniert hat.
Und nichtsdestotrotz war die Session inhaltlich sehr interessant. Im Anschluss an das virtuelle Meeting wurde zusammen mit den Studierenden über die Web-Applikation «iStorm» ein virtuelles Brainstorming durchgeführt. Sehr spannend, wie mit diesem strukturierten Online-Prozess zuerst Ideen entwickelt, dann bewertet und schliesslich extrahiert wurden.
Alles in allem eine gelungene Unterrichtssequenz und ein gelungenes Experiment.
Virtueller Live Vortrag für Pädagogische Hochschule der fhnw
November 19, 2007
Solothurn, Mittwoch nachmittag, 24.Oktober 2007. 14.00 Uhr.
Ich befinde mich in einem nigelnagelneuen, vollausgestatteten Computer Schulungsraum an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Im Raum 20 Lehrer und Lehrerinnen der Region mit Schwerpunkt ICT. Alle gespannt und neugierig.
Ich logge mich in Second Life ein, die Lehrer loggen sich auch in Second Life ein. 20 User sind gleichzeitig im Netz und das Netz hält. Keine Selbstverständlichkeit. Alle Lehrer haben sich bereits zuhause registriert und die ersten Schritte in Second Life gemacht.
Los geht’s mit ersten Schritten im Bereich der Collaboration:
- Suche zeigen und wie man eine Gruppe sucht. Ich kenne ja die Namen der einzelnen Avatare nicht
- Die Teilnehmer werden Mitglieder der Gruppe (Gruppe & Rollen habe ich bereits vorbereitet)
- Um alle an den gemeinsamen Treffpunkt zusammenzuführen, sende ich via Gruppenmitteilung eine Landmark des Treffpunktes
- Parallel zeige ich die verschiedenen Kommunikationsmittel wie Chat, IM, Gruppenmitteilungen und theoretisch Voice.
- Die Schulung machen wir ohne Voice, da mich sonst die “Lehrer” nicht mehr im Raum hören können, was die Schulung noch anspruchsvoller machen würde.
- Ich erkläre und zeige, was Landmarks sind und wie diese einfach erstellt werden können
- Die Gruppe probiert die Kommunikationsmittel aus und schaut sich um. Wir sind vor dem Swiss Congress.
- Wir gehen rein.
Zweiter Teil der Schulung: Ein “inworld” Vortrag von Annette Pohlke zum Bildung in Second Life.
Via Audiostream erklärt und zeigt Max Bergson, der Avatar von Annette Pohlke, die verschiedenen Charts Ihres Vortrages.

Für alle Beteiligten eine neue Erfahrung. Es war ruhig im Saal und fast alle starten wir gebannt auf den Bildschirm und hörten zu.
Nach dem Vortrag eine Fragerunde, wo die Zuhörer in den Gruppenchat fragen stellen konnten und Max via Audiostream antwortete.
Kaffeepause.
Zürich zur virtuellen Realität: Weiter geht’s mit einer kurzen Einführung ins Bauen:
- Erklärung des Landkonzeptes (Sandboxen als Testraum)
- Der Würfel als Grundbauelement
- Formen, Verformen
- Rechtemanagement: Creator, Owner, Gruppe
- Texturen
- der Grid als Raster zum Bauen
- Objekte kaufen oder verkaufen
Die Teilnehmer probierten nun selber und erstellten die ersten eigenen Objekte.
Langsam ist es 17 Uhr: Zum Abschluss tauschten die Teilnehmer noch Erfahrungen aus, stellten Fragen und gaben Feedback zur Schulung.
Wie es im Schulzimmer aussah und was der Organisator Stanley Schwab dazu meinte, ist in seinem Wiki dokumentiert. Danke sehr für das Kompliment.
Sowohl für mich, wie auch für Annette Pohlke wie auch für die Hochschule war es eine neue Erfahrung.
Bruno Mettler
Pedro Meya Marty organisiert «Inworld-Unterricht» für die Hochschule Luzern (Design & Kunst)
November 19, 2007
Pedro Meya Marty organisiert «Inworld-Unterricht» die Hochschule Luzern (Design & Kunst) in Mode- und Textildesign. Für 3×2 Lektionen auf der Insel Swiss City.

Der Kursleiter Asander Graves war gerade in einer unangenehmen Lage, da ein vorgesehener Dozent kurfristig abgesprungen war. Dank meinen Beziehungen in nerhalb von Second Life, konnte ich Kuroneko Y. für diesen kurzfristigen Einsatz verpflichten. Gemeinsam erstellten wir ein ansprechendes Programm. Hier ein kurzer Auszug:
1. Termin: Einführung in die Mode von SL
Einführend beschäftigen sich die Studierenden mit den verschiedenen Arten von Kleidungsstücken innerhalb von Second Life und verschaffen sich einen Überblick über die Mode in SL. Weiter werden die Besonderheiten und Unterschiede in der Erstellung der Kleidung gezeigt und dabei auch diverse Tools beachtet.
2. Termin: Keidertexturen
Die Studierenden erstellen Kleidertexturen, also Kleidungsstücke, die direkt auf den Avatar gezeichnet und mittels Bildbearbeitungsprogrammen erstellt werden.
3. Termin: Primkleidung
Der dritte Termin dient dazu, das in SL übliche Sortiment an Kleidung zu vervollständigen. Dazu setzen sich die Studierenden mit Kleidung und Accessoires, welche mit den In-World-Bausteinen gebaut werden, auseinander.
Am ersten Termin erfolgte die Kommunikation noch via Chat und an den beiden anderen dann mit Voice, was sowohl für die Studenten wie auch für die Dozentin ein neue Erfahrung war.
Eine Dimension im Unterricht. Weitere Beispiele werden folgen.
Pedro Meya Marty
Workshop an der Retraite 2007 der HSA Luzern – ein kurzer Rückblick
Oktober 29, 2007
Am 30. 8.2007 durften wir durch den Workshop «Einblicke in Second Life» anlässlich der Retraite der HSA Luzern führen (eine Retraite ist so etwas wie eine Klausursitzung). Die Schulung dauerte von 08.30 bis 12.30 Uhr und fand im Schloss Hotel in Merlischachen statt. Ein kurzer Rückblick:

Dank der gut geschriebenen Ausschreibung konnten rund 20 Teilnehmer für den Kurs gewonnen werden:
Die Medien sind voll von Meldungen über Second Life, aber wirklich erlebt haben es die Wenigsten. Erste Erfahrungen sind sehr zeitaufwändig. Und trotzdem: in Deutschland sind verschiedene Universitäten in diesen Welten vertreten, die ETH plant einen Auftritt und auch im ISA-Modul Online Communities and Collaboration hat das Bauen begonnen. Wer einen ersten Einblick in diese Welt wagen möchte, offen für Neues ist und auch viel lachen möchte, der ist in diesem Angebot herzlich willkommen.
Teilnehmer waren einerseits gestandene Pädagogen, aber auch Sekretärinnen und Assistenten waren im gemischten Publikum auszumachen. Dementsprechend stellten wir ein vielseitiges Programm zusammen:
- 08.30-09.00: Intro, Begrüssung, Vorstellung Personen/Agentur, Agenda/Tagesplan, (Lern-)ziele
- 09.00-09.30: Grundlagen Second Life
- 09.30-09.50: Pause
- 09.50-10.30: Live-Demo: Funktionen: Avatar-Gestaltung, Kleider anziehen? Navigation (Teleportieren, Laufen, Fliegen, Karten, Suchfunktion). Kommunikation (Chat, Note, Voice, Gruppennachricht, etc.)
- 10.30-10.45: Case Campus ISA-Modul
- 10.45-11.15: Live-Demo «Herstellung Gegenstände»
- 11.15-11.30: Pause
- 11.30-12.00: Gruppenarbeit: Besuch Schweizer Plätze wie z.B. ETH, Starfruit, etc.
- 12.00-12.30: Chancen/Gefahren, Stärken und Schwächen
Nach den theoretischen Ausführungen, bei denen die Geschichte und die Hintergründe der virtuellen Welt von Second Life aufgezeigt wurden, zeigte Pedro die verschiedenen Funktionen mittels einer Live-Demonstration.
Einige Studierende des ISA-Moduls 06/07 haben als Projektarbeit einen Campus in Second Life erbaut (hier die SLURL). Diesen stellten sie zwischen 10.30 und 10.45 vor. Eben diese Studierende unterstützten später die Teilnehmer bei der Gruppenarbeit beim Navigieren durch Second Life.
In der anschliessenden und interessanten Diskussion wurden nochmals die Ängste gegenüber der Parallelwelt diskutiert: Viele sehen noch immer ein grosses Sucht- und Gefahrenpotenzial bezüglich sozialer Vereinsamung. Einige haben aber auch die Möglichkeiten für Schulen entdeckt und waren richtig fasziniert.
Eines aber ist sicher: Wir haben einmal mehr viel Aufklärungsarbeit geleistet.

