Meine Biografie
Aug 18th, 2007 by Pedro Meya Marty
Mein Name ist Pedro Meya Marty. Ich bin am 19. Oktober 1912, als jüngster von drei Kindern des Ventura Meya und der Buenaventura Marty, in Barcelona geboren. Meine Eltern waren um 1900 von den französischen Pyrenäen nach Barcelona gezogen. Sie mieteten eine grosse Wohnung mit zehn Zimmern in der Nähe der Kirche Santa Maria del Mar und schickten uns in die französische Schule von Barcelona. Als ich neun Jahre alt war, starb mein Vater und meine Mutter sah sich gezwungen, selbst für unseren Lebensunterhalt zu sorgen. Sie eröffnete eine Pension in unserer grossen Wohnung. Zu jener Zeit war Barcelona eine Industriestadt mit Zukunft. Viele Arbeitskräfte und insbesondere Männer kamen aus anderen Provinzen Spaniens und suchten nicht nur nach einem Dach über dem Kopf, sondern auch nach jemandem der für sie kochte und ihnen die Wäsche machte.
Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit. Mit 16 Jahren beschloss ich, die Schule an den Nagel zu hängen und eine Lehre als Automechaniker anzufangen. Dieser Beruf war damals noch sehr neu.

Barcelona war schon immer eine Stadt mit vielen Traditionen und Festen. Sie war mit ihren Stränden und den nahe gelegenen Bergen auch ideal für uns Jugendliche, die wir nicht viel Geld hatten und vom Reisen nur träumen konnten. Im September feiert Barcelona die Feste der „Virgen de la Merced“ und an einem dieser Tanzabenden lernte ich Elisa kennen. Ich war damals 19 Jahre alt und sie 17. Wir verliebten uns und begannen eine Beziehung. Mit 20 Jahren wurde ich dienstpflichtig beim französischen Militär. Sie riefen mich nach Montpellier und machten mich zum „Bleu“, benannt nach der Farbe der Uniform. Da ich gut im Rechnen war, machten sie mich zum „Maitre Pointeur“, das bedeutete, dass ich für das Visieren einer riesigen Kanone verantwortlich war .

Zwei Jahre später kehrte ich nach Barcelona zurück. Spanien hatte sich in diesen Jahren sehr stark verändert. Es hatten Wahlen stattgefunden und eine Linksregierung hatte die Macht erlangt, denn zu jener Zeit träumte ganz Europa vom Regime Stalins und dem Paradies des Kommunismus. Stattdessen begannen Streiks und zu den sozialen Konflikten häuften sich Bombenanschläge und Attentate. Es war eine furchtbare Zeit, niemand war sicher und so kam es, dass 1936 eine Handvoll Militärs beschloss, sich gegen die Regierung zu erheben. Sie machten den General Francisco Franco zu ihrem Anführer. Der spanische Bürgerkrieg begann und sollte bis zum 1. April 1939 dauern.

Im Jahr 1938, der Krieg dauerte an und niemand wusste wie lange dem so sein würde, bombardierten die Flugzeuge von Hitlers Legion Condor täglich Barcelona. Unter diesen Umständen entschieden Elisa und ich zu heiraten. Wir taten dies am 29. September, standesamtlich, vor dem französischen Konsul. Als der Krieg zu Ende war, in Barcelona war dies schon am 1. Januar 1939, erliess Franco als erstes ein Gesetz, das besagte, dass die Arbeitsstellen in erster Linie den Spaniern gehörten. Wir aber waren Franzosen. Meine Schwester hatte zu jenem Zeitpunkt eine geniale Idee: Sie beantragte für uns drei die spanische Nationalität. Schliesslich waren wir drei Kinder in Barcelona geboren. Wir waren getauft und hatten die erste Kommunion gemacht, was damals von besonderer Bedeutung war. Der Antrag wurde angenommen. Wir wurden Spanier.
Elisa und ich gingen nach Logroño in der Rioja. Gemeinsam mit meinem Schwager gründete ich ein Transportunternehmen. Wir transportieren mit Lastwagen Nahrungsmittel nach Barcelona und brachten Textilien und Maschinen zurück. In Logroño kamen zwei unserer Kinder, Alicia und Pedro José, zur Welt. Fünf Jahre später gingen die Geschäfte sehr schlecht und wir entschlossen uns, nach Barcelona zurückzukehren. Dort kam unsere Tochter Virginia zur Welt. Die Zeiten waren schwierig und wir waren auf die Unterstützung unserer Familie angewiesen.

In der Rioja hatte ich die Gebrüder Ochoa kennengelernt. Sie hatten der Armee ein paar Lastwagen abgekauft und begannen mit einem Transportunternehmen. Sie boten mir an, erst in Santander und dann in Madrid, die Geschäftsführung der Filiale zu übernehmen. Ich nahm an.

1949 in Madrid lernte ich Manuel Ortiz Villalobos kennen. Er hatte die Exklusivrechte für die Transporte von kleinen Dörfern der Provinzen Ciudad Real, Badajoz und Cordoba nach Madrid erworben.
Ich schloss mich ihm an und wir gründeten das Transportportunternehmen Jul-Man S.L., das bis 1976 bestehen sollte. Nach dem Tod Francos im Jahr 1975 begannen erneut die Streiks, die Bombenattentate und die zivile Unsicherheit. Meine Generation, geprägt von der Vergangenheit, hatte den Eindruck, die 30er Jahre wieder zu erleben. Während einem Streik verbrannten die Streikkontrolleure unsere Lastwagen mit der gesamten Ware. Die Versicherungen bezahlten aber im Falle eines Streikes nichts. Wir waren ruiniert. Ich war 63 Jahre alt und Elisa 61. Unsere Kinder hatten geheiratet und ihre eigenen Familien gegründet. Und so entschieden wir uns, uns unsern geliebten Kindern und Enkeln zu widmen.
Ende 2006 überzeugten mich Simon Künzler und Bruno Mettler die Agentur für virtuelle Welten aufzubauen. Gemeinsam haben wir am 1. Februar 2007, die Second Life Agentur Pedro-Meya-Marty LLC (GmbH mit Sitz in der Schweiz) gegründet. Heute geniesse ich mein zweites Leben in Second Life und betreue als Pedro Meya Martynov vor allem die Schweizer Community.
Pedro Meya Marty


Hola Pedro:
Acabo de leer tu biografía y como tengo 59 años me da esperanza que podría seguir aprendiendo también en los años que quizá vendrán.
Estoy buscando informaciones como se puede integrar SL en el aula de español. Creo que tiene muchas posibilidades para la clase de lenguas extranjeras. Te agradecería mucho consejos o ideas.
Muchas gracias otra vez por tu biografía.
Pedro (Peter Hakenjos)